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Europa muss raus aus der Erdogan-Falle

Fluchtursachen bekämpfen statt Pakt mit Erdogan erneuern

Mehr als vier Millionen Schutzsuchende beherbergt die Türkei, mehr als jedes andere Land der Welt. Europas Passivität verursacht menschliches Leid, kostet viel Geld und macht die EU erpressbar. Ihr wird nichts anderes übrig bleiben, als noch einmal tief in die Kasse zu greifen und Milliarden nach Ankara zu überweisen. Doch politische Zugeständnisse sollte Erdogan nicht erwarten. Es war ein Fehler, im Flüchtlingspakt von 2016 der Türkei die Visafreiheit in Aussicht zu stellen. Beide Themen haben nichts miteinander zu tun.¹

Es ist ein Anfang. Einstweilen noch sehr vage und hinter den Kulissen, aber immerhin versucht Angela Merkel, die verfahrene Lage in Libyen in den Griff zu bekommen. Eine internationale Konferenz soll das Blutvergießen beenden und einen fairen Interessenausgleich in dem Land auf den Weg bringen, das so immens wichtig für die Flüchtlingsbewegung auf dem Mittelmeer ist. So lange die staatlichen Strukturen dort nicht funktionieren, kann Europa auch keine Struktur in die Flüchtlingspolitik bekommen.

Aber es kann auch nur ein winziger Anfang für das sein, was dringend auch in anderen Regionen nachzuholen ist, nachdem es Europa so lange sträflichst hat schleifen lassen: die Entwicklung in Syrien etwa. Sie schien Europa genauso zu interessieren wie das Wetter auf Galapagos. Dabei war von Anfang an klar, dass die Menschen vor dem Krieg nicht irgendwohin fliehen würden, sondern in die Nachbarländer und Nachbarregionen, also nach Europa. Stattdessen begab sich Merkel in eine Abhängigkeit von Erdogan, die er jederzeit auf Knopfdruck zu nutzen versteht und dies jetzt auch in der wieder anschwellenden Flüchtlingsdynamik zum Ausdruck bringt.

Spätestens 2015 hätte Europa sich in Syrien engagieren müssen. Stattdessen schielte Brüssel nach Washington, und als von dort wenig kam, überließ die EU den Potentaten in Moskau, Ankara, Teheran und Damaskus das Heft des Handelns. Dabei ist aus der Region immer wieder und immer lauter zu hören, dass mehr europäisches Engagement dringend gewünscht wird. Der Zusammenhang ist sehr einfach: Solange Europa nicht alles tut, um den Syrern eine Friedenslösung zu bringen, so lange kommen sie halt nach Europa, um hier wenigstens eine Lösung für ihren persönlichen Frieden zu finden.²

¹Mitteldeutsche Zeitung ²Rheinische Post

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Die Türkei hat einen Pakt, für zig Millionen Euro, mit der Blutraute Merkel geschlossen : sie lassen Millionen von muslimischen Wirtschaftsflüchtlinge nicht ausreisen! Das lässt sich natürlich Kalif Erdo richtig mit und von deutschen Steuergeldern bezahlen! Wenn Deutschland nicht spurt, dann lässt er all diese Asyl-Touristen nach Europa fluten. – Wo es dann diese Heuschrecken hinziehen wird, ist uns allen klar : Deutschland! – Das Land, wo für diese Teufels-Brut Milch und Honig fliesst … ( Und wir Deutschen gehen dafür arbeiten! ) UNERTRÄGLICH!)

  2. Anonymous

    Die Türken konnten Wien 1n 1683 nicht einnehmen und am 12.09.1683 haben deutsche. österreichische und polnische Soldaten -insbesondere unter Jan Sobielski– die Türken zurückgeworfen– die Islamisten haben das nie vergessen und versuchen jetzt diese Länder mit anderen Methoden kaputt zu kriegen und evtl. übernehmen unter islamer Herrschaft. Wenn wir nicht aufpassen dann kommt das noch, dann gibts keine Kirchen mehr

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