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Edward Snowden exklusiv im Deutschlandfunk über Exil, Überwachung und Vertrauen in Regierungen

Edward Snowden im Gespräch - "Permanent Record: Meine Geschichte"

Russland gewährt einem US-Amerikaner Asyl – und das schon seit sechs Jahren. Edward Snowden wird von den USA gejagt, weil er geheime Dokumente des Abhördienstes NSA und des britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben hatte. Damit war der Ex-Geheimdienstler in Ungnade gefallen und hat sich aus US-amerikanischer Sicht strafbar gemacht. Im Exil lebt Snowden von Moskaus Gnade.

Dass es Russlands Präsident Wladimir Putin dabei um eine Geste menschlicher Wärme geht, darf bezweifelt werden. Natürlich ist Putins Handeln politischer Natur. Wer weiß: Vielleicht kann er Snowden eines Tages gegen etwas eintauschen, was für ihn vorteilhaft wäre. Ein Armutszeugnis ist bei diesem Spielchen indes das Verhalten der EU. Gerade wir sollten uns von einem Despoten wie Putin distanzieren, der kritische Journalisten verfolgen und auf seine andersdenkenden Landsleute einprügeln lässt.

Jenem Putin, der zudem mit der Krim-Annektion einen Krieg anzettelte. Nicht Moskau, die EU sollte Snowden politisches Asyl gewähren – und die Proteste der USA aushalten. Es wäre ein Akt menschlicher und demokratischer Stärke.¹

Die beiden Deutschlandfunk-Redakteure Stefan Koldehoff und Stefan Fries haben für die Mediensendung @mediasres den 36-jährigen Whistleblower Edward Snowden interviewt. In dem einzigen Interview für einen deutschsprachigen Radiosender kritisierte der ehemalige CIA-Mitarbeiter, dass es für Quellen investigativer Recherche immer schwieriger werde. Sein Leben im Exil zeige, welche Konsequenzen die Entscheidung mit sich bringe.

Darüber hinaus zeigte sich Edward Snowden nicht überrascht davon, dass CDU-Politiker seinen Wunsch nach Asyl in Deutschland ablehnen. Dem Deutschlandfunk sagte Snowden, die bekannteste Position der CDU sei, keine Position zu beziehen. Er verwies darauf, dass die Politiker von falschen Voraussetzungen ausgingen, was seine mögliche Strafverfolgung in den USA angehe. Snowden hatte 2013 die massenhafte Überwachung weltweiter Kommunikation durch die US-Geheimdienste öffentlich gemacht.

Im Deutschlandfunk sagte der 36-Jährige, ihn erwarte in den USA kein faires Verfahren, weil das ein Anti-Spionage-Gesetz von 1918 verhindere. Danach dürfe er sich nicht in einem öffentlichen Prozess vor einer Jury verteidigen. Statt eines ordentlichen Strafverfahrens drohe ihm politische Verfolgung.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg, hatte zuvor keinen Zweifel daran geäußert, dass Snowden ein rechtsstaatliches Verfahren bekomme. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sagte, der Verrat von Strafgeheimnissen in jedem Land der Welt strafbar sei. Snowden sei kein Held, er habe die Sicherheit seines Landes gefährdet. Snowden bestreitet das: Die USA hätten seit 2013 keinen Schaden durch seine Enthüllungen geltend gemacht.

Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter war damals zunächst nach Hongkong geflogen, von wo aus er mit Hilfe von Medien die massenhafte Speicherung von Kommunikationsdaten durch die USA öffentlich gemacht hatte. Während seines Weiterflugs nach Moskau annullierte sein Heimatland seinen Pass, so dass er nicht weiterreisen konnte. Kurz darauf gewährte Russland Snowden ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht. Er lebe dort zusammen mit seiner Frau ein halbwegs normales Leben, sagte Snowden im Deutschlandfunk.²

¹Westfalen-Blatt ²Deutschlandradio

2 Kommentare

  1. nymeria

    ich wünsche snowdon viel glück und allen leugnern und heuchlern, egaln welchen scheiss politikern die pest.

  2. nymeria

    ich wünsche snowdon viel glück und allen leugnern und heuchlern, egaln welchen scheiss politikern die pest.

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