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Gauland: Mit einem eigenen Hilfsschiff würde die EKD kriminelle Schlepperbanden unterstützen

Evangelische Kirche will ein Schiff schicken

„Weiterhin ist keine Lösung in Sicht und das Politikversagen hält an“: Zu dieser Bilanz kamen Vertreterinnen und Vertreter von Rettungs- und Hilfsorganisationen, Kommunen, der SEEBRÜCKE-Bewegung und der evangelischen Kirche mit Blick auf die aktuelle Situation in Libyen und auf dem Mittelmeer. Gemeinsam forderten sie die Bundesregierung und alle politisch Verantwortlichen in Europa auf, unverzüglich einen europaweiten Verteilmechanismus für im Mittelmeer gerettete Geflüchtete in der EU einzurichten und in Libyen willkürlich inhaftierte Menschen in Sicherheit zu bringen. Christoph Hey, bislang Projektleiter für Ärzte ohne Grenzen in Libyen, beschrieb als Augenzeuge die Situation in den Internierungslagern als „entsetzlich“.

Die Ernährung sei mangelhaft, die hygienischen Bedingungen unerträglich. Die Menschen, darunter Minderjährige, seien „regelrecht zusammengepfercht und können oft tagelang nicht ins Freie“. Ärzte ohne Grenzen fordert die Auflösung aller Internierungslager und ein Ende der EU-Unterstützung für die libysche Küstenwache, die fliehende Menschen völkerrechtswidrig nach Libyen zurückbringt. Barbara Held, Einsatzleiterin der Organisation Sea-Eye, stellte aus Sicht der zivilen Seenotrettung klar: „“Den fliehenden Menschen aus Libyen bleibt nichts anderes übrig, als die Flucht über das Mittelmeer anzutreten, um sich in Sicherheit zu bringen. Auf überfüllten Booten geben sie sich in eine extrem gefährliche Situation, aber die Hoffnung, diese Gefahr zu überleben, ist größer als die Aussicht, niemals der Falle der libyschen Internierungslager zu entkommen.

Leben retten ist Pflicht! Das heißt: Sowohl aus humanitärer Sicht als auch nach geltendem Seerecht muss Menschen in Seenot ohne Wenn und Aber geholfen werden. Das Geschachere um Menschenleben muss aufhören. Vage Willensbekundungen nützen den Menschen, die jetzt fliehen, nichts. Geflüchtete wochenlang unter unwürdigen Umständen auf Rettungsschiffen gefangen zu halten, ist menschenverachtend. Die Verantwortung liegt nicht nur bei Italien und Malta, sondern bei ganz Europa.“ Tareq Alaows, Vertreter der Bewegung SEEBRÜCKE, fordert ein sofortiges Ende der europäischen Abschottungspolitik und einen massiven Einsatz für sichere Fluchtwege: „Alle Menschen müssen das Recht haben, sich frei zu bewegen und auf sicherem und legalem Wege nach Europa zu kommen. Aus Seenot gerettete Menschen müssen alle sofort in einen Sicheren Hafen gebracht werden. Allein in Deutschland gibt es mehr als 90 Kommunen, die bereit sind, zusätzliche geflüchtete Menschen aufzunehmen“.

Der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert macht die große Hilfsbereitschaft von Städten und Kommunen deutlich: „Potsdam ist eine von inzwischen mehr als 90 Kommunen im Netzwerk Städte Sicherer Häfen, die einen menschenwürdigen Umgang mit Geflüchteten fordern. Wir solidarisieren uns mit der Initiative ‚Seebrücke‘ und bekunden mit Nachdruck unsere Bereitschaft, aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich aufzunehmen. Die gemeinsam mit den erstunterzeichnenden Städten verfasste ‚Potsdamer Erklärung‘ bekräftigt den Willen der aufnahmebereiten Kommunen, dem Sterben an den Grenzen Europas Einhalt zu gebieten und die humanitäre Katastrophe auf dem Mittelmeer unverzüglich zu beenden. Es ist ein Zeichen von Humanität, sich zu engagieren.“ Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, kündigte an, die EKD werde in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis ein zusätzliches Schiff zur Rettung von Ertrinkenden ins Mittelmeer senden: „Wir wollen ein Schiff schicken.

Der Rat der EKD hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, einen Verein zu gründen, in dem Kirchen, Institutionen und Engagierte gemeinsam schnellstmöglich ein weiteres Schiff in den Rettungseinsatz bringen wollen. Kirche und Diakonie tragen im Rahmen ihrer entwicklungspolitischen und humanitären Aktivitäten seit Jahrzehnten dazu bei, dass weltweit jeden Tag Menschen in Not gerettet werden. Solange schutzsuchende Menschen im Mittelmeer ertrinken und staatliches Handeln versagt, werden wir die zivile Seenotrettung nach Kräften unterstützen.“ Zentrale Forderungen aller beteiligten Organisationen sind: 1. Notfallplan für Bootsflüchtlinge: Aufnahmebereite Mitgliedstaaten müssen in einem geordneten Verfahren aus Seenot gerettete und in EU-Mittelmeeranrainerstaaten gestrandete Schutzsuchende solidarisch aufnehmen. 2. »Sichere Häfen« ermöglichen: Viele deutsche Städte und Kommunen haben sich bereit erklärt, Geflüchtete aufzunehmen.

Für sie muss eine Möglichkeit geschaffen werden, freiwillig zusätzliche Schutzsuchende aufzunehmen. 3. Keine Rückführung nach Libyen: Flüchtlinge in Libyen sind dem Risiko systematischer Folter, Versklavung und Gewalt ausgesetzt. Jede Unterstützung und Ausbildung der sogenannten libyschen Küstenwache müssen eingestellt werden. Die EU und Deutschland müssen das Non-Refoulement-Gebot als zwingendes Völkerrecht achten und umsetzen.¹

Vertreter aus Zivilgesellschaft drängen auf Lösung für Menschen in Seenot

Zur Ankündigung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, die EKD werde ein eigenes Schiff zur Aufnahme von Flüchtlingen im Mittelmeer kaufen, teilt der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, mit:

„Der Kauf eines eigenen Schiffes für die Aufnahme von Flüchtlingen im Mittelmeer durch die Evangelische Kirche in Deutschland ist unverantwortlich. Damit würde die EKD quasi direkt ins Schlepper-Geschäft einsteigen, denn die skrupellosen Schlepperbanden kalkulieren bei ihrem schmutzigen Treiben, bei dem sie über Leichen gehen, längst die Beihilfe selbsternannter Seenotretter aus Europa mit ein.

Es darf nicht sein, dass mit dem Geld deutscher Kirchensteuerzahler die menschenverachtenden Praktiken der kriminellen Schlepperorganisationen finanziert werden und die Einreise illegaler Einwanderer nach Europa und damit vor allem nach Deutschland gefördert wird.

Ich hoffe, dass die EKD-Führung noch zur Besinnung kommt und von diesem Vorhaben Abstand nimmt. Die EKD sollte das dafür vorgesehene Geld ihrer Mitglieder stattdessen einsetzten, um wirklich hilfebedürftigen Menschen in ihrer Heimat eine Perspektive zu geben, anstatt den zumeist jungen Männer, die sich für viel Geld einen Platz in den Booten der Schlepper kaufen, die als Zubringer zu den Hilfsschiffen dienen, den Weg nach Europa zu ebnen.“²

¹Evangelische Kirche in Deutschland ²AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag

4 Kommentare

  1. Axel

    Wartet nur ab, ihr christlichen „Würdenträger“ ! : Wenn die Moslems in der Überzahl in Europa sind, seid ihr die 1. die geköpft werden! Ganz wichtig : IMMER SEINEN FEINDEN HELFEN UND IHNEN DIE FÜSSE KÜSSEN!
    Das hat doch ALLES nichts mehr mit dem Christentum zu tun!
    Bin gläubig, aber schon vor Jahren aus diesem verlogenen Verein ausgetreten! Wenn ich mir das vor Augen führe, wie unser Herr Jesus bescheiden und demütig gelebt hat! Und dann der Prunk und die Völlerei der heutigen „christlichen“ Kirche!!! Was hat das denn noch mit der Lehre unseres Erlösers zu tun ? : NICHTS!

  2. Anonymous

    Die Kirchen sind inzwischen Globalisten übelster Sorte geworden- austreten

    • Fl. 173

      Zustimmung. Austritt! Nur JESUS, keine EKD. Kreuzfort-Strohm ist mehr
      Funktionär und Politiker als ein Geistlicher. Furchtbare Entwicklung.
      Bin traurig darüber.

      • Anonymous

        Linkskirche. Grauenhafte Entwicklung, evangelisch wie katholisch.

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