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Gretas Beifall ist unwichtig

Nein, die Kanzlerin wird keine Segeljacht besteigen und nach New York über die Wellen reiten. Anders als Greta fliegt Angela Merkel am kommenden Sonnabend „schamlos“ an Bord einer (hoffentlich funktionstüchtigen, kerosinbetankten) Regierungsmaschine über den Atlantik. Dort könnte es bei der Klimawoche der Vereinten Nationen zu einem Treffen mit Greta kommen. Die spannende Frage ist, ob die schwedische Klima-Ikone der deutschen Kanzlerin um den Hals fällt, weil die Bundesregierung zuvor ein bahnbrechendes nationales Klimakonzept auf den Weg gebracht hat – und kein „Pillepalle“, wie Merkel es selbst formuliert hat. Zweifel sind angebracht.

Zwölf Jahre sind vergangen, seit Merkel sich vor grönländischen Eisbergen in einer roten Outdoor-Jacke der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ablichten ließ. Nun droht die „Klimakanzlerin“ an den Klippen des Pariser Abkommens zu zerschellen. In ihrer Ära wurden zwar die Ausstiege aus Atom (bis 2021) und Kohle (bis 2038) eingetütet. Vieles bei der sündhaft teuren Energiewende ist Stückwerk geblieben. Der Ökostrom-Anteil liegt heute bei 38 Prozent. Wie er bis 2030 auf 65 Prozent steigen soll, steht in den Sternen. Millionen E-Autos werden sehr viel Strom brauchen. Überall im Land ist der Ausbau der Windkraft aber zum Erliegen gekommen. Wütende Anwohner blockieren – oft in Allianz mit der AfD – das Aufstellen großer, effizienter Windmühlen. Ähnliche Widerstände gibt es beim Bau der Strom-Autobahnen von Nord nach Süd.

So werden die Klimaziele für 2020 nicht eingehalten. Nun will die von streikenden Schülern und auftrumpfenden Grünen getriebene Regierung jahrelang Versäumtes aufholen. Fast um jeden Preis sollen die Pariser Ziele erreicht und der CO2-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Den effektivsten Weg, die Einführung einer CO2-Steuer, scheut die Union. Steuererhöhungen? CDU und CSU würden ihr letztes Alleinstellungsmerkmal aufgeben. Stattdessen soll ein nationales System für den Handel mit Verschmutzungsrechten für Verkehr und Gebäude etabliert werden. Das wird Heizen und Tanken verteuern, aber mit Verzögerung. Daneben soll es ein Sammelsurium an Anreiz- und Förderprogrammen geben, für billigere Bahntickets, für das Abwracken von Ölheizungen, zur Dämmung von Gebäuden, für mehr Radwege.

Es ist zu befürchten, dass klimabewegte Berliner Beamte nach dem EEG neue Bürokratiemonster auf die Bürger loslassen. Es regiert das Prinzip Hoffnung. Wirtschaft und Verbraucher werden schon mitmachen, wenn der Staat mit der Gießkanne bis zu 40 Milliarden verteilt. Der Haushalt von Finanzminister Olaf Scholz ist bereits auf Kante genäht, die schwarze Null eine heilige Kuh, die Schwarz-Rot nicht schlachten will. So könnte Scholz in die Trickkiste greifen. Der staatliche Energie- und Klimafonds könnte zu einem Schattenhaushalt aufgemotzt werden, der Kredite aufnimmt. Da internationale Investoren wegen des globalen Anlagenotstands Scholz sogar etwas drauflegen, wenn sie Deutschland für 30 Jahre Geld borgen, wäre das risikoarm. Grüne Anleihen für den Klimaschutz sind sinnvoll, weil künftige Generationen wegen der Negativzinsen weniger zurückzahlen müssten.

Die Idee von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, die Bürger per Klimafonds mit einem garantierten Zinssatz von zwei Prozent zu beteiligen, würde den Kostenvorteil wieder zunichte machen. Die Kanzlerin wird sich daran messen lassen müssen, ob die Regierung Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft in Einklang bringt. Auf den Applaus von Greta darf es dabei nicht ankommen.¹

Während die Große Koalition noch um ihr Klimapaket ringt, feiern die Attacken auf die deutsche Automobilindustrie fröhliche Urständ. Man mag kaum glauben, mit welcher Selbstverständlichkeit und Kaltschnäuzigkeit eine, wenn nicht sogar die Schlüsselindustrie unserer Wirtschaft aktuell an den Pranger gestellt wird. Der Wohlstand frisst seine Kinder – und die ausländische Konkurrenz dürfte sich freuen. An Entschlossenheit fehlt es den Demonstranten nicht, an Klugheit bisweilen schon. So wurde am Rande der IAA in Frankfurt unter anderem skandiert: »Es gibt kein Recht, einen SUV zu fahren.« Was die Frage aufruft, wer denn zu bestimmen hat, wer welches Auto fahren darf und wer nicht.

Man muss kein Lobbyist sein, um zu erkennen, dass da gerade ziemlich viel Unsinn geredet wird. Zu Recht warnt Stephan Weil, niedersächsischer SPD-Ministerpräsident – ja, auch Mitglied im VW-Aufsichtsrat – heute in einem Beitrag für die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« das Klimakabinett davor, »den Umbau hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft mit kaltem Herzen« zu betreiben. Die Frage ist, ob’s gehört wird. Es ist schon richtig: Wenn irgendwo zu lange rumgetrödelt wird, bricht irgendwann später mit Sicherheit Panik aus. Doch die Panik, die Greta Thunberg und Co. nach eigener Aussage verbreiten wollen, ist alles andere als hilfreich für den Weg, der vor uns liegt. Ja, Angela Merkel hat lange ignoriert, dass sie einst als »Klimakanzlerin« bezeichnet wurde.

Mit anderen Worten: Es ist gewaltig Zeit vergeudet worden in den 14 Jahren ihrer Kanzlerschaft, und das bringt Deutschland nun ebenso gewaltig in Zugzwang. Dennoch ist es notwendig, auch in puncto Klimaschutz die Akzeptanz aller beteiligten Akteure im Blick zu behalten. Und dazu gehört nun mal die Autoindustrie ebenso wie all die Menschen, die nicht in den hippen Zentren mit bestausgebautem ÖPNV leben. Noch einmal Stephan Weil: »Unter welchen Bedingungen können Pendler auf dem Land mit kleinem Einkommen, altem Auto und Öl-Heizung bei einer CO2-Bepreisung mitgehen?« Ganz zu schweigen davon, dass Deutschland nicht allein auf der Welt ist. Natürlich darf das kein Grund fürs Nichtstun sein. Entschlossenheit tut Not, aber Aktionismus bringt auch niemanden weiter.

Gefragt sind ein klarer Plan, langer Atem, auch Geduld. Und ohne eine weiterhin hohe Wettbewerbsfähigkeit wird sich dieses Land die Milliardenausgaben für mehr Klimaschutz auf Dauer gar nicht leisten können. Es sei denn, die Deutschen wären bereit, über sehr lange Zeit sehr große Wohlstandsverluste in Kauf zu nehmen. Der Beweis dafür aber wäre erst zu erbringen – und Zweifel sind erlaubt. Denn mit der Bevormundung von ein paar SUV-Fahrern ist es da gewiss nicht getan.²

¹Tim Braune – Berliner Morgenpost ²Westfalen-Blatt

8 Kommentare

  1. nymeria

    ich habe teile von gretas rede im new yorker klimagipfel gesehen. ich sah ein hirnkrankes, gesteuertes kind, nahe einer psychose. die mimik ihres gesichtes hatte etwas widerliches, bedrohliches, einfach ekelhaft inzeniert und von dramatik besudelt. sie sagte „ihr habt mir meine kindheit gestohlen“. damit können nur ihre geldgeilen eltern gemeint sein. dieses mädchen müsste zur therapie oder zum teufelsaustreiber, so eine abartige fresse habe ich noch nie bei einem kind gesehen.

  2. Frank

    Dies Mädchen ist gestört im Geiste; schwer erkrankt! Dieses Kind muss dringend ärztlich behandelt werden!
    Da sind aber die Eltern davor : dieses arme, kranke Mädchen ist der Goldesel der Familie!
    Eine Schande ist das!

  3. nymeria

    diese sog. „aktivisten“, vielmehr verwöhnte gören sollten erst mal ihre smartphons, elterntaxi, computer und spiele aufgeben und das fahrad benutzen, den weg zur schule laufen, die studenten sollen arbeiten, also für ihren lebensunterhalt selber aufkommen und nicht den eltern und dem staat auf der tasche liegen. an meinem arbeitsplatz gab es einige studenten als aushilfe, stinkfaul und fast 30 jahre alt. diese greta, hochgepusht und hirngeschädigt.

    • Nathan der Weise

      Wann kommt dieses schwerkranke Gör endlich in die Jugend-Irrenanstalt! Dies Mädel ist Geisteskrank!
      Jetzt ist es so weit gekommen : Geisteskranke regieren und manipulieren die Welt!
      Dieses ganze Klima-Theater ist doch nur erschaffen worden, um von den wirklichen Problemen abzulenken :
      Deutschland wird von dem arbeitsscheuen Moslem-Gesindel geflutet!!! Ein paar Jahre weiter und wir sind die eigene Minderheit in unserem Land!
      Siehe S. Chebli : 12 Geschwister und ihr Vater, der arabische Stecher, der illegal in Deutschland ist, hat hier noch nicht einen Tag gearbeitet!
      Ja, diese Heuschrecken wissen, wie es geht!

      • Winhold D.

        Heuschrecken, siehe Bibel

        • Anonymous

          Ja, eine der großen Plagen!
          Ziehen erst weiter, wenn sie ALLES leer gefressen haben…

  4. Anonymous

    Diese Greta schwachsinnige Marionette ist m.E. Schwerst psychologisch gestört— deswegen wurde sie als Gallionsfigur gewählt— die Eltern sund m.E. Unverantwortlich— aber sie und viele andere verdienen sehr gut an Klimahysterie— die Klimafaschisten versuchen so die Globalisierung weiter zu forcieren- Kommunisten eben— wie Marx, Lenin und Stalin, Mao— und Hitler— die jungen nützlichen Idioten an die Front schicken— abartig dass die Leute so eine Scheiße mitmachen— und gegen die ältere Generation schicken— so erreichen Sie die gewünschte Spaltung und Zerstörung der Familienstrukturen die den Weg bereitet für die Machtübernahme— EU eben— die Klimafaschisten müssen weg— irgendwie— ich meine aber nicht mit Gewlt- — diskutieren mit den hat keinen Sinn

    • Anonymous

      Greta ist eine selbsternannte Klimaaktivistin. Sie ist nicht von anderen
      ernannt worden. Sie nennt sich so, aber sie ist keine.

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