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Demografischer Wandel: Forscher fordern gezielte Zuwanderung gegen Überalterung

Nicht jeder kann kommen

Angesichts der zunehmenden Überalterung in Sachsen-Anhalt fordern Wissenschaftler dringend, auf Zuwanderung aus dem Ausland zu setzen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. So sollen vor allem ländliche Regionen vor dem weiteren Niedergang bewahrt werden. „Eine demografische Stabilisierung Sachsen-Anhalts“ könne nur durch „verstärkte Zu- oder Rückwanderung aus dem übrigen Bundesgebiet und dem Ausland erreicht werden“, erklären die Wissenschaftler des Leibnitz-Instituts für Länderkunde in Leipzig in einer neuen Studie. „Realistisch betrachtet“ liege das größte ungenutzte Potenzial in der internationalen Zuwanderung.

Die Studie entstand im Auftrag des Ministeriums für Landesentwicklung unter Thomas Webel (CDU) für knapp 80 000 Euro. Die bisher nicht öffentlich bekannten Ergebnisse sollen bald im Landtag besprochen werden. Grünen-Fraktionschefin Cornelia Lüddemann schloss sich auf Anfrage der Zeitung der Forderung der Wissenschaftler an: „Sachsen-Anhalt braucht einen Masterplan, Migration muss Chefsache in der Staatskanzlei werden.“ Ihr Eindruck sei, „dass viele Daten und Fakten zur Migration immer noch auf der unteren Regierungsebene gehalten werden“. Bisherige Integrationsangebote seien eher kleinteilig und Stückwerk. Das Ministerium sagte, die Ergebnisse würden geprüft.

Angesichts der drohenden Überalterung der Bevölkerung warnen die Wissenschaftler vor einem „bundespolitischen Bedeutungsverlust“ Sachsen-Anhalts. Es drohten auch höhere Sozialausgaben und ein Fachkräftemangel, „der die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen gefährden könnte“. Die Studie stellt auch der Landesregierung ein kritisches Zeugnis aus. Demnach wollen Zuwanderer vor allem aus zwei Gründen nicht nach Sachsen-Anhalt ziehen: aufgrund vergleichsweise schlecht bezahlter Arbeitsplätze und Ablehnung gegenüber Zuwanderern bis hin zur Fremdenfeindlichkeit in Teilen Bevölkerung. Es sei auch Aufgabe der Politik, die „Notwendigkeit internationaler Zuwanderung zu erklären, Vorurteile und Vorbehalte zu entkräften“, betonen die Forscher.¹

Nukleus einer neuen EU-Flüchtlingspolitik

Ausgerechnet Horst Seehofer, der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit seiner massiven Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik vor drei Jahren fast gestürzt hatte, könnte der EU auf seine alten Tage zu einem Ausweg aus der seit Jahren ungelösten Flüchtlingsfrage verhelfen. Auf eigene Initiative war der Innenminister nach Malta, Griechenland und in die Türkei gereist. Für seinen zu unterwürfigen Auftritt in der Türkei gebührt dem Innenminister kein Beifall. Doch was er in Malta zugesagt hat, könnte der Nukleus einer künftigen gemeinsamen EU-Flüchtlingspolitik werden. Deutschland werde künftig 25 Prozent der Bootsflüchtlinge aufnehmen, die im Mittelmeer aufgegriffen werden, so Seehofer.

Kontraproduktiv war zwar, dass er das vorher zu Hause mit niemandem außer vielleicht Merkel abgesprochen hatte. Denn seine Zusage löst jetzt Ängste und Kritik auch in den eigenen Unionsreihen aus. Doch Seehofers Ansatz bleibt trotzdem richtig, zusammen mit Frankreich und Italien in Vorleistung zu treten, damit sich weitere Staaten einer Quotenlösung innerhalb der EU anschließen. Vier bis fünf weitere Länder könnten es sein. Der Mechanismus für Bootsflüchtlinge könnte Vorbild sein für ein generelles Verteilverfahren für Migranten. Das Dublin-Verfahren, wonach Flüchtlinge nur dort Asyl erhalten sollen, wo sie in Europa angekommen sind, ist längst gescheitert. Es war immer schon absurd, weil es die Staaten an den EU-Außengrenzen mit dem Flüchtlingsproblem allein lässt.

Eine Koalition der Willigen unter den EU-Staaten sollte daher endlich mit einem Quotensystem zur Verteilung der Flüchtlinge vorangehen. Zugleich müssen aber auch alle EU-Staaten Griechenland, Italien, Spanien und die Osteuropäer viel stärker bei der Kontrolle der EU-Außengrenzen mit Geld und Personal unterstützen.²

¹Mitteldeutsche Zeitung ²Birgit Marschall – Rheinische Post

4 Kommentare

  1. Anonymous

    Es wird sich nur ändern wenn die Altparteien abgewählt werden— es ist ganz einfach

  2. Ray

    Strunzdumm!
    So funktioniert die Welt nicht!

  3. Manfred

    Gebildete Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung / Studium, ja, wenn wenn diese Posten in Deutschland nicht durch deutsche Menschen besetzt werden können!
    Aber doch nicht die ganzen Muslime: keine Schulbildung, keine Ausbildung etc. Warum wollen die wohl alle nach Deutschland : hier gibt es ALLES für sie, müssen nicht einen Finger dafür krumm machen! Machen hier genau das gleiche wie in ihren Herkunftsländern : Frauen ununterbrochen schwängern, Terroranschläge, faul durch den Tag abhängen! Das ist doch genau der Grund, warum diese Musel-Länder nichts, aber wirklich nichts, auf die Kette kriegen!
    Die werden niemals auch nur einen Pfennig in die Sozialkassen einzahlen : sind alleinig gekommen, um uns auszuplündern!

  4. Wahrheit

    Gehirnlose Forscher!

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