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EZB: Europas Sparer sind die Dummen

Alice Weidel: Draghi legt zum Abschied noch einen Sprengsatz an das Euro-Kartenhaus

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat in der letzten Sitzung während der Amtszeit von EZB-Präsident Mario Draghi beschlossen, die Strafzinsen für Einlagen der Banken bei der Zentralbank zu erhöhen und die Anleihenkäufe wieder zu verstärken. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag Alice Weidel:

„Draghi legt zum Abschied einen weiteren Sprengsatz an das Euro-Kartenhaus. Mit diesen Entscheidungen wird die Umverteilung von unten nach oben und von den Bürgern zum Staat noch verschärft. Die Anleihekäufe laufen faktisch auf eine Steigerung der verbotenen Staatsfinanzierung über die Notenbank hinaus. Und die abermalige Zinssenkung in den negativen Bereich wirkt wie eine zusätzliche Sondersteuer zur kalten Enteignung der Bürger.

Um die überschuldeten südeuropäischen Staaten und ihre Zombie-Banken, die auf hunderten Milliarden fauler Kredite sitzen, noch ein wenig länger zu stützen, nimmt die EZB in Kauf, auch die Geschäftsmodelle der soliden Banken weiter zu ruinieren. Das ist der direkte Weg in den nächsten Banken-Crash und in die nächste Mega-Finanzkrise.

Die Wohlstandsverluste, mit denen deutsche Sparer und Kleinanleger für diese Politik bezahlen, bewegen sich jetzt schon in dreistelliger Milliardenhöhe. Platzt die Draghi-Blase, droht weiten Teilen der Mittelschicht die Verarmung. Den EZB-Geldsozialismus in seinem Lauf halten offenkundig weder Ochs noch Esel auf.“¹

Man kann die EZB-Entscheidung auf einen einfachen Nenner bringen: Die Sparer bleiben die Dummen, und Schuldenmachen wird weiter belohnt. Die Währungshüter in Frankfurt haben offenbar nicht den Hauch einer Idee, wie sie Europa aus diesem Dilemma befreien wollen. Das lässt Schlimmes befürchten. Wer Geld für die Altersvorsorge zurücklegen will, wird dafür demnächst womöglich in Form von Negativzinsen auch noch bestraft. Jenen, die auf Aktien ausweichen wollen, droht womöglich eine Aktiensteuer.

Gleichzeitig könnten Immobilien immer teurer werden, die Mieten drohen weiter zu steigen, bezahlbarer Wohnraum könnte für noch mehr Menschen in unserem Land ein Riesenproblem werden. Das schafft sozialen Sprengstoff. Die EZB handelt unverantwortlich, und sie hat ihr Pulver verschossen. Was will sie tun, wenn sich in nächster Zeit immer noch kein Erfolg einstellt? Was in der Finanzkrise vor zehn Jahren bitter nötig war, erweist sich jetzt als falsch. Die Zentralbank hat es verpasst, in besseren Konjunkturzeiten den Zins-Schalter umzulegen, anstatt ewig darauf zu warten, dass die Niedrigzinspolitik in den Krisenstaaten vor allem Südeuropas durchgreifend Früchte trägt.

Dort fehlt es längst nicht mehr an billigem Geld, sondern in wechselnden Koalitionen auch an dem politischen Willen, mit überfälligen Reformen die eigenen Strukturen zu verbessern. Die Politik des billigen Geldes hat sie in diesem Vorgehen auch noch bestärkt – beispielsweise Italiens Populisten in der Lega Nord/Fünf-Sterne-Koalition. Die konnte bis zu ihrem Auseinanderfallen mit der EU-Kommission streiten, bis die Fetzen flogen, ohne dass sie etwas zu befürchten gehabt hätte. Die Stabilitätsregeln im Euro-Pakt sind längst nur noch ein Papiertiger.²

¹AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag ²Rheinische Post

4 Kommentare

  1. Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    „Wir beide sind zutiefst davon überzeugt, dass die Frage von Währungen in der Hand der Staaten bleiben sollte“, sagte Le Maire. „Das ist eine Frage der Souveränität.“ Veröffentlicht wurde die Erklärung am Rande des Treffens der Euro-Finanzminister in Helsinki. „Frankreich und Deutschland sind entschlossen, angemessene Lösungen zum Schutz der Bürger und der Finanzstabilität zu ermöglichen.“ Libra, entmachtet die Allianz um Facebook die staatlichen Geldmonopole ? https://incamas.blogspot.com/2019/09/libra-entmachtet-die-allianz-um.html

  2. Wahrheit

    Der Bürger muss die Suppe wieder mal auslöffeln. Die Private Altersvorsorge wurde damit ruiniert- Renditen sind nicht mehr zu erwarten. Riester und BAV (Entgeltumwandlung ) haben total versagt, müssen jedoch zu 100% (trotz fehlender Rendite) komplett versteuert werden.
    Einige Sparverträge werden durch Banken gekündigt . Renten und andere Vorsorgeprodukte müssen alle im Alter versteuert werden.Der Dumme ist wie immer der Bürger. Der Staat hat die Altersvorsorge kaputt gemacht und ist für die Altersarmut verantwortlich- stellt sich aber nicht seiner Verantwortung.

      • Anonymous

        Wann gibt es in Deutschland endlich genügend Leute, die diese Entwicklung erkennen und die Altparteien abwählen, die nichts gegen die Plünderung und Ausbeutung von Sparern unternehmen.

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