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EEG-Umlage steht nur symbolisch für absurde Strompreisentwicklung

Erhöhung EEG-Umlage 2020 - Strompreis für Verbraucher auf Rekordniveau

Wie die Übertragungsnetzbetreiber heute mitgeteilt haben, steigt die EEG-Umlage von aktuell 6,405 Cent je Kilowattstunde (Ct/kWh) auf 6,756 ct/kWh Ct/kWh im kommenden Jahr. Dazu Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):

„Die politisch induzierten Strompreiskomponenten gehören dringend auf den Prüfstand gestellt. Die Höhe der EEG-Umlage ist eine Komponente, die zeigt, welches Ausmaß die zusätzlichen Belastungen des Endverbraucherstrompreis inzwischen annehmen: Rund drei Viertel des Verbraucherstrompreises sind staatlich veranlasste oder regulierte Preisbestandteile (Steuern, Abgaben und Umlagen), die den Energieträger Strom teuer machen und ihn im Wettbewerb gegenüber anderen Energieträgern benachteiligen.

Diese Preisgestaltung behindert die Energiewende, da sie strombasierte Zukunftstechnologien wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge massiv benachteiligt. Hier ist die Politik seit Jahren gefordert, diese energiewendehemmende Preisgestaltung umzugestalten. Doch immer noch fehlt es an politischem Willen. Die im Klimapaket angekündigte Senkung der EEG-Umlage um einen Viertel Cent in 2021 ist geradezu lächerlich und wird verpuffen, ohne eine Wirkung zu entfalten. Die Kopplung des Stromsektors mit den Sektoren Wärme und Verkehr wird nur gelingen, wenn ein entschlackter Strompreis klimafreundlichen Technologien wie Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge nicht länger benachteiligt.“¹

Der durchschnittliche Strompreis für Verbraucher wird 2020 voraussichtlich weiter auf Rekordniveau bleiben. Die EEG-Umlage steigt von 6,405 ct/kWh auf 6,756 ct/kWh um fünf Prozent an, bei den Netznutzungsentgelten zeigt die Tendenz um neun Prozent deutlich nach oben, nur die Einkaufspreise an der Strombörse sind um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

EEG-Umlage steigt 2020 leicht – Musterhaushalt (5.000 kWh) zahlt 18 Euro mehr pro Jahr

Die EEG-Umlage, die rund ein Fünftel des Strompreises ausmacht, wird 2020 laut der aktuellsten Veröffentlichung steigen.* Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh Strom muss demnach 18 Euro mehr zahlen – pro Jahr.

„Durch die Abschaffung der Ökostromumlage könnte die Bundesregierung deutsche Haushalte um über 8,5 Milliarden Euro entlasten“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Soll die Energiewende gelingen, muss Strom nicht nur sauberer werden, sondern auch bezahlbar bleiben.“

Netznutzungsentgelte steigen 2020 für die meisten Verbraucher

Die Netznutzungsentgelte machen rund ein Viertel des Strompreises aus. Bereits Anfang Oktober haben die vier großen Übertragungsnetzbetreiber Preiserhöhungen für 2020 angekündigt.

Bei den für Endverbraucher relevanten Verteilnetzentgelten deutet sich ein ähnlicher Trend an. Aktuell stehen sie für 68 Prozent der Stromversorgungsgebiete fest – und fallen rund neun Prozent höher aus als 2019. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh würde dadurch voraussichtlich 35 Euro mehr pro Jahr zahlen. Der Osten Deutschlands (+12 Prozent) wird stärker belastet als der Westen (+8 Prozent).

„Ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf Strom, so wie bei Nahrungsmitteln, würde einen solchen Haushalt um rund 150 Euro jährlich entlasten“, sagt Lasse Schmid.

Die bereits veröffentlichten Netznutzungsentgelte sind Vorboten für neue Rekordstrompreise im kommenden Jahr“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei CHECK24. „Um die eigenen Stromkosten zu senken, sollten Verbraucher unbedingt selbst aktiv werden und ihren Anbieter wechseln.“

Großhandelspreise für Strom 2019 gesunken – Verbraucher zahlen trotzdem Rekordpreise

Zwar kaufen Versorger an der Strombörse im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent günstiger ein, die gesunkenen Preise werden bislang aber nicht an die Verbraucher weitergegeben.**

Sie zahlen aktuell so viel wie noch nie für Strom. Seit August haben 22 Stromgrundversorger Preiserhöhungen durchgeführt. Die Erhöhungen betragen im Schnitt 4,2 Prozent und betreffen rund 440.000 Haushalte.²

¹Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V. ²CHECK24 GmbH

1 Kommentar

  1. Deutscher Michel

    Mit der neuen Greta-Steuer und der Erhöhung der EEG Umlage wird der Deutsche auf jeden Fall geschröpft – egal was er macht oder wie er sich entscheidet. Bravo, Frau Merkel. Mal wieder super gegen das eigene Volk regieren. Und die Muselmänner und Bimbos, die Sie ins Land holen sind ja nicht betroffen. Die zahlen ja bekanntlich nix selbst und bekommen alles in den Allerwertesten gesteckt. Immer weiter so. Die Deutschen kann man noch mehr schröpfen. Da geht noch was. Eucht fällt sicher noch was ein. Wie wär es mit einer Atemluftsteuer? Geburtensteuer? Merkelsteuer?

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