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Die Niedrigzinspolitik der EZB kommt bei den kleinen Leuten an

Umfrage: Niedrigzinsen bereiten den Deutschen beim Sparen Sorgen - Debatte über eine zeitgemäße und zukunftsfähige Altersvorsorge ist überfällig

Derzeit kommt die Bankenbranche nicht aus den Schlagzeilen. So haben die Commerzbank und die Deutsche Bank massiven Stellenabbau angekündigt. Bei der Commerzbank sollen 4.300 Stellen (und viele Filialen), bei der Deutschen Bank sogar 20.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Und jetzt hat die Stadtsparkasse München 28.000 langlaufende Prämiensparverträge gekündigt, weil sie sich außerstande sieht, die vor etlichen Jahren vereinbarten höheren Zinsen noch zu schultern. Das gleiche Institut kündigte auch an, dass es nicht mehr ausschließt, für künftige Kunden-Einlagen Strafzinsen zu verlangen.

Damit werden nach Ansicht der Bayernpartei alle diejenigen Lügen gestraft, die behaupten, die Null- und Minuszinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) habe keine negativen Auswirkungen auf die einheimische Bevölkerung. Und auch die, die behaupten, dass die Bundesrepublik vom Euro eigentlich nur profitiere.

Denn nun werden zur „Rettung“ des eigentlich schon gescheiterten Währungsexperiments Euro die kleinen Leute, die einfachen Bürgerinnen und Bürger zu Kasse gebeten. Entweder durch Verlust ihrer Arbeitsplätze oder durch Verlust ihrer Sparguthaben, ihrer Altersversorgung.

Ergänzend bemerkte der Bayernpartei-Landesvorsitzende: „Natürlich ist uns bewusst, dass es gerade bei den Banken viele hausgemachte Probleme gibt. Das ändert aber nichts daran, dass durch die EZB-Politik das Geschäftsmodell der Banken und Sparkassen unmöglich gemacht wird. Dieser Wahnsinn muss endlich ein Ende haben, sonst drohen hierzulande soziale Verwerfungen enormen Ausmaßes.“¹

Die anhaltende Nullzinspolitik der EZB und die erst vor kurzem erhöhten Strafzinsen beunruhigen Finanzmärkte und Sparer. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov im Auftrag der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) bereiten weder Inflation noch Kursverlust deutschen Sparern die größten Sorgen, sondern die Niedrigzinsen: Die deutliche Mehrheit von 55 Prozent der Befragten ist aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik beunruhigt, wenn es um das Sparen geht.*

Versicherer sprechen das Vorsorgeproblem der Deutschen schon lange an: Um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand halten zu können, reicht die gesetzliche Rente nicht aus – die Gefahr von Altersarmut für die zukünftige Rentengeneration steigt.

„Fehlende Zinsen machen die Notwendigkeit, selbst vorzusorgen, erst richtig sichtbar. Dazu kommt: Durch die Überalterung unserer Gesellschaft, den Trend zu Single-Haushalten und die zunehmende Verstädterung wird das Thema Altersvorsorge in Zukunft noch dringlicher als heute. Der Staat wird diese Problematik nicht lösen – dafür ist es längst zu spät: Das Umlageverfahren kommt an seine Grenzen, da nun die geburtenstarken Baby-Boomer in Rente gehen. Deshalb ist ein gut durchdachter Plan zur Altersvorsorge eben kein altbackenes Nice-to-Have, sondern ein modernes Must-Have“, sagt Hermann Schrögenauer, Vertriebsvorstand der LV 1871.

Die Deutschen versparen sich

27 Prozent der Deutschen setzen bei der Altersvorsorge auf persönliche Rücklagen wie die eigene Immobilie oder das Sparbuch. Die gesetzliche Rentenversicherung und die private Altersvorsorge als die beiden wichtigsten Solidarsysteme schneiden dagegen mit jeweils 15 Prozent deutlich schlechter ab.**

Die Zahlen machen für Hermann Schrögenauer deutlich: „Die Deutschen versparen sich. Die Fondsindustrie ist der falsche Ansprechpartner, wenn es um Langlebigkeit und Altersvorsorge geht. Altbewährte Sparkonten unter Strafzinsen sind hier nur noch eine Zuspitzung. Sparer müssen sich mehr denn je die Frage stellen: Wofür spare ich und wie? In diesem Zusammenhang ist die private Altersvorsorge perfekt, denn die Menschen können auf ihr Geld zugreifen und es breit gestreut und damit sicher anlegen. Damit punkten Versicherungsprodukte, denn wir bieten dem Kunden viel mehr als Banken oder vor allem Investmentfonds.“

Solidarität in der Altersvorsorge bleibt wichtig

Übrigens sind sich die Deutschen trotz aller Unsicherheiten der Finanzpolitik einig: Unsere Gesellschaft braucht mehr Solidarität für die Absicherung im Ruhestand und im Kampf gegen drohende Altersarmut. 43 Prozent der Deutschen halten das Solidarprinzip für ein zeitloses Modell. Für 65 Prozent der Deutschen braucht unsere Gesellschaft mehr Solidarität, wenn es um die finanzielle Absicherung im Alter geht. Das ist das Ergebnis einer weiteren YouGov-Studie, die im Auftrag der LV 1871 durchgeführt wurde.²

¹Bayernpartei ²Lebensversicherung von 1871 a.G.

1 Kommentar

  1. Anonymous

    Die Lagarde kommt jetzt– und die ist m.E. noch schlimmer als der Italiener— Gnade und ´s Gott— diese Frau wird es noch schlimmer machen

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